Frühblüher - schon im Februar sind Pollenallergien möglich

Heuschnupfen kann schon am Ende des Winters zur Plage werden, falls dieser ungewöhnlich mild war. So wie etwa dieses Jahr augrund mehrerer relativ langer warmer Perioden. Daher beginnen auch Bäume und Sträucher früher zu blühen und senden ihre für manchen allergieauslösenden Pollen aus.

Was sind Pollen?
Die männlichen Blütenbestandteile von blühenden Pflanzen werden Pollen ernannt. Sie verbreiten sich durch Wind, Wasser oder durch Insekten. Pollen, die durch den Wind übertragen werden, haben eine besonders ausgeprägte allergene Wirkung. Das Pollenkorn ist winzig klein, enthält jedoch viele biologisch hochwirksame Stoffe wie Proteine und Enzyme. Die werden beim Auftreffen auf die menschliche Haut freigesetzt. Stark allergieauslösend wirken Haselpollen, die Pollen von Erlen, Birken und Süßgräser. Auch Beifuß und Roggen haben stark allergieauslösende Pollen. Die kommen nicht im Februar zu ihrer vollen Wirkung.

Etliche Sträucher können schon im Februar Blüten treiben, insbesondere Haselnusssträucher. Für die meisten Menschen mit Heuschnupfen tritt die erste Belastungsspitze aber erst etwa Ende März mit der Birke auf. Ein Großteil der von Heuschnupfen befallenen Menschen reagiert auf Gräserpollen, die sich ab Mai in der Luft befinden.

Fast die Hälfte aller Allergiker zeigt aber bereits bei den Frühblühern wie Hasel, Erle und Weide Symptome. Im Hochsommer, Ende Juli und August, blühen nur noch wenige Pflanzen, dann vor allem Kräuter. Infolgedessen nimmt die Pollenbelastung deutlich ab. Etwa 20 Prozent der Heuschnupfenallergiker reagieren jetzt noch auf die Partikel in der Luft.


Da der Pollenflug von der Vegetationsphase abhängt, die vor allem durch den Standort geprägt wird, sind die Pollenkonzentrationen und Erscheinungszeiten nach Region sehr unterschiedlich. Am geringsten ist die Pollenbelastung im Hochgebirge und am Meer. Daher befinden sich in diesen Gebieten die meisten Luftkurorte.

 

Schwarzkümmel gegen Heuschnupfen

 

Was ist eine Pollenallergie?
Es gibt unterschiedliche Formen von Allergien, die alle Abwehrreaktionen des Körpers sind. Heuschnupfen ist eine Pollenallergie. Auslöser für die Reaktionen sind die Eiweißstoffe in den Pollen lösen die allergische Reaktion aus. Eine Pollenallergie tritt saisonal auf, während der Blütezeit der auslösenden Pflanzen. Dann bekommt der allergische Mensch Schnupfen, muss häufig genießen, hat eine behinderte Nasenatmung, die Augen tränen und nicht selten kommen noch asthmatische Beschwerden dazu. Das Frühjahr ist Pollenhochsaison. Doch in milden Wintern beginnen zahlreiche Bäume und Sträucher schon im Februar zu blühen. Der mikroskopisch kleine und leichte Blütenstaub kann über 300 km weit fliegen und eine Höhe von 1.500 m erreichen. Während der Pollensaison atmet jeder Mensch etwa 8.000 Blütenpollen täglich ein. Bei Allergiker reichen schon winzige Mengen, um Symptome auszulösen. Sie müssen oft ihre ganze Lebensweise nach dem Pollenflug auszurichten, um Belastungen zu meiden. Die Allergie kann derart einschränken, dass sie kaum noch aus dem Haus gehen.

Pollenflug bereits im Februar?
Bereits im Februar blühen einige Pflanzen, sodass mehrere Pollenarten fliegen. Der Pollenkalender der Region gibt Auskunft über die aktuellen Pollenbelastungen in der Luft. Im Februar blühen beispielsweise Hasel, Erle und Weide. Die Weide ist in dieser Zeit meist in der Vorblüte, Hasel und Erle sogar schon in der Vollblüte!

Weiden
Zur Familie der Weiden gehören mehr als 450 Arten, von denen ein Großteil auch in gemäßigten Zonen wächst. Weiden können Sträucher oder meterhohe Bäume sein und lieben feuchte Böden. Ihre Blütezeit beginnt am Anfang des Frühjahrs. Blütenstände der Weiden sind die Weidenkätzchen, die von Insekten bestäubt werden. Ihre Pollen breiten sich durch Wind aus. Mehr Informationen über die Weide und ihre Pollen finden Sie hier.

Erlen
Die Erlen gehören zu den Birkengewächsen. Als zeitige Frühblüher werden sie von Allerkern nicht besonders geschätzt. In Mitteleuropa trifft man drei Gattungen an: Schwarz-, Grau- und Grünerle. Da Erlen Wasser lieben, findet man sie an sumpfigen Standorten in der Nähe von Seeufern, Flüssen und Bächen. Dort können die Bäume auch mit wenigen Nährstoffen existieren. Ihre Hauptblütezeit ist im Februar und im März. Die Vorblüte kann aber schon im Januar, manchmal sogar Dezember beginnen. Die Nachblütezeit dauert bis in den April hinein. Mehr Informationen über Erlen und ihre Pollen finden Sie hier.

Hasel
Schon im Januar kann die vor Blüte des Haselnussstrauches einsetzen. Die Hauptblütezeit ist im Februar und März und die Nachblühzeit erstreckt sich über den ganzen April. Mehr Informationen über Hasel und seine Pollen finden Sie hier.

Pollenwarndienste informieren über Belastungen
Deutschland, Österreich und die Schweiz haben eigene Pollenflugwarndienste (z. B. herausgegeben vom Deutschen Wetterdienst), in denen sich Betroffene über die aktuelle Pollenbelastung in ihren Wohn- oder Urlaubsgebiet informieren können. Regional sind die Blühzeiten sehr unterschiedlich.

 

 

Informationen zur Behandlung oder Vorbeugung bei Heuschnupfen finden Sie hier.